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Stadt Markdorf (Druckversion)

Rathaus im Bischofsschloss

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Markdorf,

in der öffentlichen Sitzung vom 24. Juli 218 hat der Gemeinderat den Baubeschluss für die Sanierung und Umnutzung zum Rathaus des historischen Bischofsschloss-Ensembles gefasst. Die vielen Untersuchungen, Diskussionen und Planungsergebnisse der vergangenen zweieinhalb Jahre haben bei einer großen Mehrheit des Gemeinderates und auch bei mir die Gewissheit wachsen lassen, dass der eingeschlagene Weg gut und richtig für die langfristige Entwicklung unserer historischen Innenstadt ist.

Dass Mitbürgerinnen und Mitbürger, welche sich diesen Weg für das Ensemble nicht wünschen, nun ein Bürgerbegehren initiieren, um der gesamten Bevölkerung die Möglichkeit zu eröffnen, sich aktiv am Entscheidungsprozess zu beteiligen, ist ein absolut legitimes Instrument unserer Baden-Württembergischen Kommunalverfassung. Wir werden diesen Weg aus dem Rathaus heraus, was die formelle Abwicklung angeht, konstruktiv begleiten und vor allem bis zur endgültigen Entscheidung die getroffenen Beschlüsse nicht vollziehen.

Vollkommen unabhängig vom Zustandekommen des Bürgerbegehrens wollen wir alle Fragen, die zum Projekt „Rathaus im Bischofsschloss“ an uns gerichtet werden, sehr gerne beantworten. Auch und vor allem die kritische Begleitung unserer Arbeit hilft uns, das Gesamtprojekt noch weiter zu optimieren. Daher sind wir für jeden Hinweis und für jede Verständnisfrage, aber auch für alle ganz grundsätzlichen Anmerkungen dankbar.

Um für alle Interessierten eine transparente Informationsplattform zu schaffen, haben wir Ihnen auf den folgenden Seiten  alle Dokumente, Sitzungsvorlagen, Sitzungsprotokolle und Planungsunterlagen übersichtlich zusammengestellt. An dieser Stelle wollen wir auch gerne – wenn die einzelnen Fragesteller einverstanden sind – alle Fragen und Antworten präsentieren, die an uns herangetragen wurden, oder in den kommenden Wochen und Monaten noch an uns herangetragen werden. Damit Sie alle nachlesen können, was die Menschen in diesem Zusammenhang  bewegt und wie wir vorschlagen, mit den Problemen und Aufgaben umzugehen, die auf diesem Weg an uns herangetragen werden.

Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen des Gemeinderates und die Verwaltung haben ihre Haltung zur aktiven Herbeiführung eines Bürgerentscheides sehr sorgsam abgewogen und erläutert.

Auch wenn wir es mehrheitlich anders gelöst hätten, sehe ich auch in einem Bürgerentscheid – wenn er denn kommt – Chancen für Markdorf. Ich bin absolut überzeugt davon, dass die jetzt vor uns liegende Zeit Ihnen und uns allen helfen kann, nochmals gemeinsam die unterschiedlichen Sichtweisen und Argumente zum Projekt kennen zu lernen und eventuell auch besser verstehen zu lernen. Das kann uns allen in Markdorf nur nützen. Denn das oberste Ziel muss es aus meiner Sicht in den kommenden Monaten sein, eine faire Diskussion zu führen, die das wunderbare Miteinander in unserer Stadt nicht wegen dieser Entscheidung aufs Spiel setzt. Kein kommunalpolitisches Thema kann von so großer Bedeutung sein, dass es sich lohnt, dafür das gute Miteinander zu beschädigen.

Neben der großer Zahl derer, für die intensive Mitsprache in der Kommunalpolitik auch neben den Entscheidungen des Gemeinderates selbstverständlich ist, gibt es sicherlich auch einen großen Teil der Bevölkerung, der im Grunde genommen die Arbeit von Verwaltung und Gremien durch die Wahlentscheidung anlässlich der Kommunalwahlen legitimiert sieht und daher die getroffenen Entscheidungen auch mitträgt.

Unabhängig ob der Bürgerentscheid zustande kommt oder nicht: Sie alle sind aufgerufen, sich umfassend zu informieren und aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Die Markdorfer Verwaltung will alle Ihre Fragen ernst nehmen und Ihnen dazu so viel Information als möglich zur Verfügung stellen. Ich bin gespannt und freue mich auf eine lebendige, aber faire Diskussion.

Ihr

Georg Riedmann

Bürgermeister

http://www.1200-jahre-markdorf.de/index.php?id=540